"Landschaft" meint laut Duden einen hinsichtlich des äußeren Erscheinungsbildes in bestimmter Weise geprägten Teil bzw. Bereich der Erdoberfläche. Gleichzeitig kennzeichnet das Suffix "-landschaft" die Gesamtheit von etwas: So kommt der Begriff in den verschiedensten Wortbildungen vor, wobei diese immer auf die Interaktion zwischen Kultur und Natur, dem Menschen und seiner Umgebung, einem Raum und dessen gesellschaftlicher Ausprägung hinweist. 

Die Ausstellung "-landschaft", die am 08. Februar um 17 Uhr in der Galerie des Kunstvereins Ottobrunn eröffnen wird, widmet sich vier Arten von Landschaft. Diese werden in den Räumen der Galerie und in der Gartenlaube der Kunst thematisiert: 

Zunächst inszeniert Boris Maximowitz mit einer eindrucksvollen Bilderreihe die Soziallandschaft als Bühne politisch-gesellschaftlicher Ereignisse; Johanna G. Eder untersucht hingegen die Ideallandschaft als imaginierten Ort von Sehnsüchten und Phantasien in ihrer neuen Video- und Audioinstallation. Die Makro- und Mikro-Landschaft als Räume von miteinander interagierenden Ökosystemen auf jeweils großer und kleiner Skala thematisieren Kerol Montagna und Lea Grebe in Arbeiten, die auf Materialien wie Bronze, Papier und Licht zurückgreifen. Schließlich bespielt Fabian Feichter mit einem markanten Kunststoffobjekt die Gartenlaube der Kunst als Ort des Zusammenspiels zwischen Natur- und Kulturlandschaft

So wird der Begriff aus unterschiedlichen Perspektiven durchdekliniert und dessen Brisanz in Zeiten von (um)weltpolitischen Krisen zum Ausdruck gebracht.

Darüber hinaus wird während der Vernissage am Samstag 08. Februar die Sound Performance des Berliner Künstlers Cris Koch das Eröffnungsprogramm ergänzen. Danach ist die Ausstellung mittwochs, donnerstags und freitags von 15 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr zu besichtigen.

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